Cebu-Eskrima-Sightseeing Teil 2

Gestern ging es weiter mit meiner Sightseeing-Tour.

Zuerst besuchten wir YawYan. Trainiert wird in drei Sessions pro Tag, 7 Tage die Woche. – Wie es sich für einen „Boxstall“ mit Turnierkämpfern gehört. Auch in Cebu entwickelt man sich weiter – MMA-Turniere wie UFC werden im TV übertragen, und so wundert es nicht, dass hier im YawYan Club inzwischen auch BJJ trainiert wird, um auf MMA-Turnieren mitzukämpfen. Der Focus liegt aber auf dem Standup Kampf, und so wird wohl mehr Wert auf Takedown-Defense als auf Submissions gelegt. Und – im Gegensatz zum zweiten YawYan Club hier in Cebu – als Standup wird noch das „reine“ YawYan unterrichtet, kein Hybrid-Stil mit MuayThai-Einflüssen.

Aufgrund unseres Zeitplans waren wir leider während einer Anfängerstunde im Club, deshalb gibt es Bilder/Videos erst morgen, wenn ich mir das Kämpfer-Training angeschaut habe (bevor die Aktiven dann am Mittwoch nach Manila aufbrechen).

Als nächstes ging es zum WEKAF-HQ. Dort angekommen, musste ich mich erstmal an all die Weißen gewöhnen… 5 Amerikaner, ein paar Briten, … So konnte ich dann auch schlecht nein sagen, als ich quasi genötigt wurde, mitzutrainieren. Es war ganz lustig, besonders da ich mich wie immer in den Clubs als Tourist ohne KK-Hintergrund vorgestellt habe. Die Schülerprogramme der Compositstile sind sich aber so ähnlich, dass ich dann schnell durchgereicht wurde und ein bisschen Training von GM Diony Canete bekam. Was wirklich angenehm am WEKAF-HQ war, ist das kostenlose Training. – Jeden Tag. Und die anwesenden Trainer und Familienmitglieder waren durchweg sehr nett und lustig. Also auch wenn man kein großes Interesse am Doce Pares hat, einen Besuch wert.

Nach 2 Stunden Training hatte ich dann aber genug und habe mir den Shop angeschaut. Für Stöcke, Armor, Alu- und Stahlwaffen auf jeden Fall eine günstige und gute Quelle!

Gerade rechtzeitig kamen wir dann noch zu Cacoys Club (andere Seite der Stadt).

GM Cacoy Canete ist zwar kürzlich nach Amerika aufgebrochen, aber das Training fand natürlich trotzdem statt. Wesentliche Unterschiede zum WEKAF sind mir nicht aufgefallen (abgesehen vielleicht von noch mehr Judo/Aikido Einflüssen), aber ich habe ja auch nur je eine Einheit miterlebt. Auch in Cacoys Club wird man sehr freundlich begrüßt und es herrscht eine lockere, gute Atmosphäre.

Wer in Cebu zum ersten mal FMA kennen lernen will oder lieber günstig trainieren will, statt Geld für Privatunterricht auszugeben, ist bei den verschiedenen Doce Pares Clubs sicher gut aufgehoben. Besonders, da die Jungs auch viel Erfahrung im Umgang mit Weißen haben und das Training dementsprechend aufgebaut ist (wohingegen das Training bei manchen anderen philippinischen Meistern sehr gewöhnungsbedürftig ist).

Vom Multi Style Eskrima und Eskrido habe ich leider keine Videos… musste ja trainieren. Aber Doce Pares kennt man ja hinlänglich.

Published in: on May 1, 2007 at 3:43 am  Comments (17)